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10. Januar 2013


Nach dem Land nun der Kreis:

Titzer Gemeindehaushalt wird durch Eingriffe Dritter belastet!

Die erste Hiobsbotschaft erreichte unser Rathaus bereits im Herbst 2012: Über eine so genannte Modellrechnung zum Gemeindefinanzierungsgesetz wurde mitgeteilt, dass die Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde Titz im neuen Jahr nur rund 900.000 Euro betragen werden. Zur Erinnerung: 2010 flossen noch rund 2,1 Mio. Euro aus Düsseldorf in die Landgemeinde. Aber die rot-grüne Landesregierung hat eine massive Förderung der Ballungsräume an Rhein und Ruhr zulasten des ländlichen Raums beschlossen, so dass Kommunen wie Titz zu den Verlierern des Regierungswechsels gehören.

Aber auch der Kreis Düren greift uns in die Tasche - und dies nicht zu knapp: Der Finanzbedarf des Kreises steigt erneut, wie der Landrat vor wenigen Tagen per Telefax mitteilte. Die ohnehin schon hohe Dürener Kreisumlage wird im laufenden Jahr weiter erhöht, gleiches gilt für die Jugendamtsumlage: Rund 450.000 Euro mehr als veranschlagt wird die Gemeinde in diesem Jahr aus ihrem klammen Haushalt nach Düren überweisen müssen.

Es lässt sich derzeit noch nicht absehen, wie diese Mehrbelastungen gestemmt werden können. Offen ist zum Beispiel, ob der bittere Gang in die Haushaltssicherung, der in den vergangenen Jahren noch vermieden werden konnte, nicht in diesem Jahr doch angetreten werden muss. Derzeit bin ich - gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - dabei, nach weiteren Einsparmöglichkeiten zu suchen; Fakt ist jedenfalls: Wir werden noch härter sparen müssen als bisher!

Für sehr wahrscheinlich halte ich, dass die Gemeinde erstmals seit vielen Jahren an der Steuerschraube drehen muss. Bittere Einschnitte also drohen als Folge der Finanzpolitik des Landes und des Finanzbedarfs des Kreises. Ende Februar werde ich dem Titzer Gemeinderat den Verwaltungsentwurf des Haushalts 2013 vorlegen; selbstverständlich werde ich auch auf dieser Plattform über die wesentlichen Eckpunkte des Etatentwurfs informieren.

 


(c) 2008 I Verantwortlich für den Inhalt: Jürgen Frantzen
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