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11. Dezember 2012


"Wer die Schule hat, hat das Land!" (Kurt Tucholsky)

Auch am Ende des Jahres 2012 steht die Suche nach einer im breiten Konsens vorzunehmenden Neuordnung der Schullandschaft im Dürener Nordkreis im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion. Noch Mitte 2011 schien eine Lösung greifbar - zu diesem Zeitpunkt nämlich wurde mit Einvernehmen aller Bürgermeister der Region ein Plan entwickelt, der über ein Netz wohnortnah angesiedelter Sekundarschulen eine flächendeckende Versorgung in allen Kommunen vorsah. Leider scherten die Gemeinde Aldenhoven und die Stadt Linnich aus diesem Konsens aus und verfolgen nunmehr Pläne mit dem Ziel, eine Gesamtschule zu errichten.

Die Landgemeinde Titz droht über diese Pläne auf der Strecke zu bleiben (siehe hierzu die Resolution des Titzer Gemeinderats). Aber nicht allein die Kinder unserer Gemeinde würden zukünftig nicht mehr wohnortnah beschult werden können, sollte die Gesamtschule durch die Bezirksregierung genehmigt werden. Nein, auch Linnicher Kinder hätten weite Wege zu befürchten: Denn die durch die Räte Aldenhovens und Linnichs beschlossenen Pläne sehen ab der siebten Klasse eine Beschulung zunächst ausschließlich in der Gemeinde Aldenhoven vor. Das heißt: Kinder beispielsweise aus Hottorf, Körrenzig und Boslar würden demnächst weite Wege auf sich zu nehmen haben - und Titzer Kinder ohnehin, sollte es ein Schulangebot in der Landgemeinde nicht mehr geben.

Dies kann ausdrücklich nicht gewollt sein! Ich erkläre eindeutig: Die Eltern in Aldenhoven und Linnich haben für ihre Kinder einen Anspruch auf kurze Wege zum nächstgelegenen Angebot im Bereich der Sekundarstufe I - genauso selbstverständlich wie die Eltern aus der Landgemeinde Titz für ihre Kinder! Ein Schulkonsens ist anzustreben, der den Bedarfen in der gesamten Fläche des ländlichen Raums gerecht wird. Hieran zu arbeiten, muss weiterhin das Ziel sein! Hilfreich sind in diesem Zusammenhang auch zahlreiche Initiativen aus der Mitte der Titzer Elternschaft; so hat beispielsweise die Pflegschaftsvorsitzende der Hauptschule Titz in nur zwei Dezemberwochen über 760 Unterschriften zum Erhalt des Schulstandorts Titz gesammelt. Für dieses Engagement bedanke ich mich sehr - es macht Mut, sich weiterhin für den Bildungsstandort Titz einzusetzen!

Das Foto zeigt (von rechts nach links) Hermann Heuser (Bürgermeister der Gemeinde Niederzier), Heinrich Stommel (Bürgermeister der Stadt Jülich), Wolfgang Spelthahn (Landrat des Kreises Düren), Heinrich Göbbels (Bürgermeister der Gemeinde Langerwehe). Mit mir gemeinsam arbeiten diese Kollegen ebenfalls und weiterhin an einer Lösung der Schulfrage für die gesamte Region.

 


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